Peter Neururer vor dem ersten Spiel der Klopp-Ära: „Die Antwort kann nur die Mannschaft selber geben“

Veröffentlicht am 22.09.2026 - 14:33 Uhr

Karl-Heinz

Von Karl-Heinz

Neururer redet Tacheles Bild: Peter Neururer zum DFB-Auftakt der Nations League.

 

Peter Neururers Kolumne zur XXL-Kadernominierung von Bundestrainer Jürgen Klopp & Nations League

 

Am Donnerstag beginnt die Nations League für Deutschland und gegen die Niederlande wartet auch gleich ein Duell mit Tradition.

Umso spannender wird es sein zu sehen, wer von den vielen neuen und alten Nominierten, dann tatsächlich auf dem Platz stehen wird. Die Auswahl ist groß, aber Peter Neururer glaubt nicht, dass „Jürgen Klopp da irgendwo herumexperimentiert und das erste Spiel gleich in die Hose gehen lässt.“

Ganz Fußballdeutschland ist gespannt auf das, was sich der Bundestrainer überlegt hat und ob es nur einen Spritzer Extra-Motivation braucht um die DFB-Elf zur Höchstleistung zu treiben. Eine Höchstleistung erwartet euch auch beim großen Wettanbieter-Vergleich.

 

Neururer zur DFB-Nominierung: „Jürgen Klopp will irgendwas Revolutionäres, Neues machen“

 

Liebe Wettfreunde,

die Nations League startet, mit einem neuen Trainer und mit einer komplett neuen Mannschaft. Wobei, Mannschaft wissen wir noch gar nicht, wie die aussehen wird. Aber mit einem Wahnsinnskader, mit einem komplett neuen Kader und darüber hinaus noch mit einem weiteren Kader, also mit Maximal-Kader. 44 Spieler sind nominiert worden für diese Länderspiele, vier an der Zahl.

Bei vier an der Zahl, heißt das auch, geteilt durch vier? Also vier mal elf? Nein, wir wissen nicht, wie die Rechnerei aussieht. Wir wissen nicht, was der Bundestrainer vorhat. Es ist auch nicht unbedingt notwendig, das zu wissen. Aber man stelle sich vor, das hat der Fach-Kommentator Didi Hamann auch aufgenommen, Julian Nagelsmann hätte 44 Spieler für eine Nations League gemeldet, und zwar für vier Spiele in Folge.

Unglaublich, nicht nachvollziehbar. Aber Jürgen Klopp will irgendwas Revolutionäres, Neues machen. Revolutionär halte ich nicht unbedingt für ganz, ganz sinnvoll, aber was Neues muss her. Ein neuer Spieler muss rein in die Nationalmannschaft, denn die letzten drei internationalen Turniere waren einfach nur grauenvoll und weit von unseren Ansprüchen entfernt. Nur, 44 Mann für die Spiele zu nominieren, davon 16 Debütanten, was bedeutet das?

 


Peter Neururer redet Tacheles zur Nominierung des DFB-Kaders und Jürgen Klopps Idee dahinter.

 

Neururer zu den vielen Neu-Nationalspielern: „Werden sie alle zum Einsatz kommen?“

 

Das ist die große Frage, die wir uns alle stellen. Jürgen Klopp muss uns natürlich nicht als Bundestrainer mitteilen, was er vorhat. Diese Majorität an Gedanken, eigenartig zu hinterfragen, selbstverständlich. Dass er etwas anderes machen muss, als bisher gemacht wurde, vollkommen klar. Aber plötzlich sind 16 Debütanten dabei. Werden sie alle zum Einsatz kommen? Fragezeichen.

Ich glaub es kaum, denn irgendwo sind Gegner dabei, wie zum Beispiel die Holländer, die mehr oder weniger unglücklich ausgeschieden sind bei der letzten Weltmeisterschaft, bei denen keine großartigen Veränderungen, bis auf einen neuen Trainer, vonstatten gegangen sind.

Die Holländer gegen die Deutschen, das war immer etwas Besonderes. Niederlande gegen Deutschland, Spiele mit Brisanz. Und das wird jetzt auch der Fall sein. Ich kann mir nicht vorstellen, dass Jürgen Klopp da irgendwo herumexperimentiert und das erste Spiel gleich in die Hose gehen lässt. Das muss nicht sein, aber wir diskutieren über die Situation, über Spieler, über Neuzugänge, über diejenigen die geblieben sind, und über diejenigen die ausgeschieden sind. Wir kennen aber nicht die Gedanken des Bundestrainers.

 

Deutschland: Spielplan, Gegner, Termine

 

Neururer zu den kommenden Spielen: „Großartige Experimente können wir uns eigentlich nicht erlauben“

 

Ich persönlich glaube, dass Jürgen Klopp mit Sicherheit der richtige Mann in der Kommunikation ist. Ich glaube, dass er mit Sicherheit derjenige ist, der den deutschen Fußball und die deutsche Nationalmannschaft wieder herantragen kann. Ich weiß natürlich nicht, und das weiß keiner, was hinter seinen Gedanken steckt. Seine Mitarbeiter werden es wissen und ich hoffe, alle Spieler eben auch. Was wir jetzt erwarten können, ist ein großes Fragezeichen. Die Antwort darauf kann nur die Mannschaft selber geben.

Jürgen Klopp ist ein großartiger Trainer, ein großartiger Motivator. Mit Sicherheit. Nur, Jürgen Klopp ist mit seinen Gedanken und mit den Gedanken, die er hat mit seinem Trainerteam allein. Er kann nur darlegen, was er vorhat, aber das hat er uns noch nicht mitgeteilt. Das muss er uns auch gar nicht mitteilen, das werden wir als Fußballfans alle sehen. Und zwar, hoffe ich, so schnell wie möglich, denn großartige Experimente können wir uns eigentlich nicht erlauben. Die Nations League hat zwar keine große Bedeutung, aber die Außendarstellung ist ganz, ganz wichtig.

Das Ergebnis im ersten Spiel lassen wir mal so sein, wie es will. Vollkommen egal. Es wird kommentiert und wir nehmen aus diesem ersten Spiel etwas mit. Und dann gibt es ja eine Aufteilung des Kaders. Was ist der erste Kader, der A-Kader, was ist der B-Kader? Einen 44-Mann Kader wird es mit Sicherheit nie wieder geben, das ist vollkommen klar. Denn man muss sich fragen, wie will ich da arbeiten?

 

DFB Nominierung & Aufstellung für die Nations League

 

Neururer hofft auf Veränderungen: „Dann glaube ich, dass wir wieder erfolgreichen Fußball spielen.“

 

Ich teile diese Gruppe, ohne dass ich allerdings den einzelnen Spielern mitteile, ob der eine in der Gruppe A oder in der Gruppe B ist? Ist es überhaupt A oder B, oder eine Gesamtheit? Das wissen wir alle nicht. Da kann drüber spekuliert werden, aber es sollte nicht drüber spekuliert werden, sondern wir sollten alle die Hoffnung haben, dass der Bundestrainer Jürgen Klopp das alles so in den Griff bekommt und dass er an den Schrauben dreht, an denen man drehen muss.

Und das sind Dinge wie, in erster Linie glaube ich an Motivationsbereitschaft. Es muss wieder eine Ehre sein, wirklich eine Ehre sein, positiver Art, für die Nationalmannschaft zu spielen. Es muss etwas Besonderes sein, es muss etwas Außergewöhnliches sein. Und es muss vor allen Dingen derjenige spielen, der leistungstechnisch für die Mannschaft der Beste auf der jeweiligen Positionen ist. Dann glaube ich, dass wir wieder erfolgreichen Fußball spielen.

Denn wir haben zweifelsfrei hervorragende Nachwuchsspieler, wir haben hervorragende U-Mannschaften. Wir haben Spieler auf dem höchsten Niveau, bis zu einer gewissen Altersgrenze. Wieso haben wir dann keine Nationalmannschaft, wie in früheren Zeiten? Weil wir viele, viele Dinge abgekupfert haben, anderen abgeguckt haben und unsere eigene Mentalität aber vergessen und verloren haben. Und ich glaube, dass Jürgen Klopp derjenige ist, der diese Mentalität, die wir hatten, wieder aufleben lässt.

Dabei viel Spaß. Bleibt sportlich. Euer Peter Neururer.

 

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Karl-Heinz schloss 2015 sein Studium der Informations-, Medien- und Kommunikationswissenschaften ab und arbeitet seitdem als freiberuflicher Journalist mit Schwerpunkt Sport. Seine umfassenden Kenntnisse über Wettanbieter und -angebote machen ihn zu einem festen Bestandteil der Wettfreunde-Redaktion, wo er sich auf das…