Neururer über VAR-Einmischung: „Schiedsrichter nicht mehr imstande, ein Spiel zu leiten“
Veröffentlicht am 09.02.2026 - 16:01 Uhr
Bild: Peter Neururer kritisiert VAR-Leistungen massiv und fordert Veränderungen.
Peter Neururers Kolumne zum Verhalten des VAR, den Schiedsrichters und den kommenden DFB-Pokalspielen
Peter Neururer galt auch vor diesem Wochenende nicht als uneingeschränkter Fans des VAR, aber gerade die Szenen in drei Spielen sorgen beim Ex-Trainer für Fassungslosigkeit.
Denn dass es in München zusätzlich zum Elfmeter noch glatt Rot gab, was das Spiel maßgeblich beeinflusst hat, dass der Hand-Elfmeter in Köln wegen Abseits zurückgenommen wurde und das Foulspiel in Mainz sind für den 70-Jährigen nicht zu verstehen.
Außerdem finden unter der Woche die beiden verbleibenden Spiele im DFB-Pokal-Viertelfinale statt. In Berlin auf jeden Fall, in München, wenn die Öffis fahren. So oder so, mit der Freebet Übersicht ist man für jeden Fall voll im Bild.
Neururer über Nicht-Elfer und Abseits in Köln: „Da kann man nur mit den Ohren schlackern“
Liebe Wettfreunde,
der 21. Spieltag ist beendet. Mal wieder, mal wieder, es hört mit Sicherheit nicht auf, mal wieder Diskussionen um den VAR.
Was ist da großartiges passiert im Fußball? Keine brutalen Fouls, keine Dinge, über die man normalerweise berichten müsste, keine Dinge, wo eigentlich ein VAR notwendig gewesen wäre, aber er trat mal wieder auf.
Reden wir von einem Spiel, 1. FC Köln gegen Leipzig, massive Einflussnahme durch den VAR, da bin ich ganz ehrlich. Handspiel ja oder nein, das wurde überprüft. Dass das Handspiel ein unglückliches war, vollkommen klar, keine Frage.
Aber dass da plötzlich eine Abseitsentscheidung letztendlich dann dazu führt, dass der mögliche Elfmeter nicht gegeben wird, war schon mehr als kurios. Denn selbst nach mehrfachem Hinblicken und dem ziehen verschiedener Linien konnte man nicht feststellen, dass da eine Abseits-Situation klar belegbar ist. Das war ein Punkt, da kann man nur mit den Ohren schlackern. Es ist aber mittlerweile so im Fußball.
Dass das aber auch noch getoppt werden kann, das hat man gesehen beim Spiel Mainz 05 gegen Augsburg. Schier unglaublich. Der VAR schaltet sich ein, von mir aus, wunderbar, kann aber keine Bilder liefern, in dem zu erkennen ist, dass Rexhbecaj ein Foulspiel begeht.
Ein Tritt, der irgendwo ins Leere geht, weil er den Ball nicht richtig trifft, ein Fall eines Spielers, aber wie man da auf die Idee kommen kann, als Schiedsrichter nicht rauszugehen, sich das anzugucken und klar festzustellen, da liegt überhaupt keine Berührung vor. Das ist für mich schon fast in Richtung Skandal, wenn es nicht um persönliche und menschliche Fehler ginge. Aber irgendwo und irgendwann muss es mal aufhören mit diesen eigenartigen Diskussionen.
Peter Neururer sieht den zunehmenden Kontrollverlust der Schiedsrichter im Spiel.
Neururer nach dem 21. Spieltag: „Schaltet den VAR in dieser Form ab“
Die Schiedsrichter sind nicht mehr imstande ein Spiel zu leiten. Denn geleitet werden diese Spiele, in dem sie „overruled“ werden vom VAR und das ist genau das, was wir wollten. Wir wollten Gerechtigkeit. Wunderbar. Ist die Gerechtigkeit eingetreten? Ich sage nein. Denn hundertprozentige Entscheidungen, das sieht man ja mal wieder, kann auch nicht der VAR mit Hilfe liefern.
Also der Fußball bleibt, wie er war. Nur er wird langweiliger und der VAR nimmt immer mehr, immer mehr Einfluss. Hört auf, differenziert die Angelegenheiten. Bitte, bitte, bitte schaltet den VAR in dieser Form ab, denn es macht keinen Sinn mehr. Man diskutiert nur noch über Dinge, die mit dem Sport selber leider nichts zu tun haben.
Selbst beim Topspiel gab es eine Entscheidungen, die letztendlich das Spiel in eine Richtung lenkt, mit der keiner gerechnet hat. Bayern München gegen Hoffenheim, ein tolles Spiel, zwei Mannschaften auf Augenhöhe. Dann gab es einen Elfmeter-Entscheidung, über die kann man sich streiten. Okay, kann man auch geben, auch okay. Aber daraus als Resultat eine rote Karte zu entwickeln, halte ich für mehr als fraglich. Mehr als fraglich. Aber eindeutig und zweifelsfrei ist das Spiel dann in eine andere Richtung gelangt.
Hoffenheim auf Augenhöhe macht sogar noch den Ausgleich. Großartig, was sie da geleistet haben. Aber dann, nicht nur durch die Superleistung des zweimaligen Elfmeterschützen Harry Kane, sondern eben auch Luis Diaz hat an diesem Tag einen Sonnentag erwischt.
Nicht nur durch diese Leistung bedingt, sind die Hoffenheimer in der zweiten Halbzeit, sie haben immer noch weiter versucht mitzuspielen, aber mehr oder weniger eingebrochen. Und 5:1 sagt eine ganze Menge aus.
Der alte Punkte-Vorsprung ist wieder da. Sechs Punkte Vorsprung für Bayern München vor Borussia Dortmund, die Spiel auf Spiel gewinnen, nicht unbedingt glänzen, aber sie sind Zweiter. Und Bayern München hat darüber hinaus ein Torverhältnis, was noch einen Extrapunkt, oder drei Extrapunkte bedeuten könnte.
Kurzum, keine große Krise bei den Bayern also, aber Langeweile kommt trotzdem nicht auf.
Neururer über DFB-Pokal: „Hertha kann mit Sicherheit Freiburg schlagen“
Liebe Wettfreunde, Hertha BSC im Pokal großartig dabei. Im Viertelfinale empfängt Hertha Berlin den SC Freiburg. Das könnte ein Kracher werden, denn Berlin träumt davon, im eigenen Stadion ein Endspiel bestreiten zu dürfen. Gegen wen? Na gut, das ist die große Frage.
Ersteinmal, Hertha kann mit Sicherheit Freiburg schlagen. Ich will aber nicht unbedingt von Favoritenrolle sprechen, aber fast auf Augenhöhe. Die Unterstützung des Publikums wird da sein. Es wird ein absolutes Kracher-Spiel.
Ob das zweite Spiel stattfindet, Bayern München zu Hause gegen Leipzig, das ist noch nicht zu 100 % gewährleistet, weil die Verkehrsbetriebe streiken. Und die Münchener haben die Befürchtung, dass ungefähr 30.000 Zuschauer nicht ins Stadion kommen könnten. Das sollte aber kurzfristig geregelt werden, denn dann hätten wir die Halbfinal-Partien stehen.
Das wäre großartig. Mal schauen, wie es da weitergeht. Spannung ist auf jeden Fall gewährleistet. Liebe Grüße. Bleibt sportlich.
Euer Peter Neururer
Karl-Heinz
Karl-Heinz schloss 2015 sein Studium der Informations-, Medien- und Kommunikationswissenschaften ab und arbeitet seitdem als freiberuflicher Journalist mit Schwerpunkt Sport. Seine umfassenden Kenntnisse über Wettanbieter und -angebote machen ihn zu einem festen Bestandteil der Wettfreunde-Redaktion, wo er sich auf das…

